Browser & Passwort

Mailen Sie mir Ihre Fragen & Beiträge: roland(at)buehs.com. Einige Dokumente sind geschützt: PW 28215

Ausmalbücher - ja bitte!

 Was macht man nur mit diesen Ausmalbüchern? Ich habe anlässlich eines Vortrags in der Nähe von Frankfurt eines geschenkt bekommen und es ausprobiert - ein lustiger und kreativer Einstieg in Collagen.











In Zeiten der Corona

Damit es nicht zu langweilig für Kinder und Jugendliche wird, veröffentliche ich ständig auf:

franzseinekunst.blogspot.com


neue (oder neu ausgeführte) Projekte. Zu den Altersstufen muss der Leser selber sehen, wie er das für sich einschätzt. Ist gedacht von Kindergarten etwa bis Klasse 10. Viel Spaß und viel Erfolg. 

"Abstrakte" Landschaft

Wir machen eine eine eher abstrakte Landschaft ...





. Preiswertes Papier tuts auch ... aber ausprobieren

2 Schalen, ein breiter Pinsel, ein schmaler Pinsel, ein Schleppinsel, ein Stück Stoff, Farbe, Wasser, Sprühflasche, Bügeleisen, Glasplatte/Plastikscheibe, etwas Spüli. 

1. Versuch
Farbe auftragen

Da abwischen, wo es einem passt

(hier weiße Linie in der Mitte)

Sumi-Papier drauflegen, drücken (ich nehme dafür einen dicken, weichen Pinsel)

Je nach Idee wählt man die Vorderseite (mehr Kontraste) oder die Rückseite (weniger Kontraste)


2. Versuch

Nochmal

Das Zwischenpapier - Farbe schlägt nicht durch

Das Ergebnis



3. Versuch


Diesmal auf dickem Sumi-Papier ca. 200gr






 4. Versuch mit billigem Sumi-Papier
 



 Die Farbe schlägt sofort durch, das Papier wird runzelig. 


Einen Schleppinsel flach halten und über die Runzeln streichen.


Das sieht schon mal ganz gut aus.



5. Versuch 


Sieht ja irgendwie aus wie ein Berg. Ich knülle das Papier unregelmäßig, so dass es wie schroffe Stellen ungefähr spitz auf den Gipfel zuläuft. 


Wieder mit dem Schleppinsel.


Alle hochstehenden Stellen mit dem flach gehaltenen Pinsel nachfahren.



Einsprühen, flach bügeln.


Mit einem Pinsel nacharbeiten





 6. Versuch - alles eher linear knicken


Linien wie gehabt nachziehen

Einzelne Stellen betonen (nacharbeiten mit einem Schleppinsel)


7. Versuch - nur horizontale Streifen


Diesmal mit einem dicken Pinsel nachzeichnen.


Buchbinden - lumbecken

Wie bindet man relativ einfach ein Buch? 
Dazu benötigt man folgende Werkzeuge:

 
vier kleine Schraubzwingen (Einhand), eine kleinzahnige Säge


Vier kleine Holzbretter, beschichtet, und mit transparentem Paketband beklebt. Unter zwei von ihnen klebt man jeweils oben und unten einen Pappstreifen (Graupappe, ca, 1,5 - 3 mm)


Hier sieht man die aufgeklebte Graupappe.


Lineal, Falzbein, Cutter, Schere


Ein Rillbrett (zum Falzen). In der Mitte ist die Rille; kann man mit einem Teppichmesser reinschneiden - da muss man ein paar mal schneiden. Oben und unten sind Anschläge (Graupappe) und eine Anschlaglinie, rechtwinklig.

Zu den Maßen: Das hier ist auf A5 ausgelegt. Zwischen den Abstandhaltern muss also ungefähr 23cm Platz sein. Für andere Maße gilt: Zwischen Abstandhalter und Buchblock muss ungefähr 1 cm Platz sein.

Bildergebnis für stapelschneider preiswert... Beispielabbbildung

Dann benötigt man noch einen Stapelschneider. Für den Hausgebrauch tut's ein preiswertes Modell - ich habe ca. 80 Euro dafür bezahlt ... einfach mal suchen.

Buch erstellen
Man stellt sich ein Buch zusammen - etwa mit Pages, OpenOffice, Word oder ähnlich.
Um Schwierigkeiten mir rechts-links zu vermeiden, setzt man die Paginierung mittig.
Dann erstellt man aus der Datei ein PDF-Dokument (so ein kleines, handliche Buch hat man dann ab etwa 120 Seiten - bitte ausprobieren).

Drucken
Das druckt man dann ausgeschossen aus (Broschürendruck) - dazu benötigt man den Acrobat Reader.
Da läuft das unter Broschürendruck. 

Nun muss man nur noch einen Drucker haben, der beidseitig druckt.

Manchmal muss man erst ausprobieren, wie Acrobat und der doppelseitige Ausdruck zusammenpassen. Da druckt man sich dann erst einige Probeseiten aus.
Bei A5 muss man immer die kurze Kante als Klebekante wählen (also 21cm).
Da braucht man anfangs vielleicht eine Viertelstunde, bis das so klapp, wie man will.

Manchmal gibt es zwischendurch noch eine Hürde. Einige Drucker haben einen kleinen Druckerpuffer; dann muss man das portionsweise drucken - anfangs verwirrend. Da schreibt man sich immer die gedruckten Seitenzahlen auf und wählt einfache Abstände, z.B. 1-40. 

Binden
Wenn man alles ausgedruckt hat, schneidet man den Buchblock in der Mitte durch (bei A5 natürlich nur). 
Die beiden Hälften legt man zusammen (Achtung! Ausrichtung kontrollieren)
Dann kommen sie zwischen die ersten beiden Bretter (die mit den Pappstücken)


Man stößt sie auf dem Tisch auf, bis alle Blätter unten gleich ausgerichtet sind (manchmal klappt es nicht sofort - dann den Stapel herausnehmen und erst locker aufstoßen). Die Anstandshalter aus Pappe bewirken, dass die Papiere 2-3 mm herausschauen.

Dann klemmt man mit den Schraubzwingen rechts und links die beiden Bretter zusammen.


Mit einer Säge sägt man nun Rillen in das Papier. Dazu legt man am besten alles auf eine Tischkante und lässt den Teil mit der Schraubzwinge überstehen.


Das sieht dann so aus.

Dann fügt man die zweite Lage Bretter an die erste an (an der Seite festklemmen), so dass das Buch vollständig bedeckt ist.

Auf den Buchrücken drückt man nun eine "Wurst" Buchbinderleim. Achtung! Leim ist nicht Leim. Der Buchbinderleim muss elastisch sein.


Ab nun muss alles flott von der Hand gehen. 


Sieht dann so aus. Der Winkel ist ungefähr 45 grad. Man verstreicht dann den Leim. 
Also der Trick ist gewissermaßen, dass das Papier aufgefächert wird und man jedes einzelne Blatt vielleicht einen halben Millimeter bis zu einem Millimeter einstreicht - so als ob man das für jedes Blatt einzeln machen und alles dann wieder aufeinander legen würde.
Dann klappt man alles zur anderen Seite und wiederholt den Vorgang.
Nun ist der Rücken geleimt.
Mit etwas Übung gelingt es, die Bretter nicht mit dem Leim voll zu schmieren. Das ist empfehlenswert. 
Nun dreht man die Bretter um (kein Leim) und presst sie erneut zusammen (dabei klemmt man den Buchrücken mit ein). So bleibt der Rücken schön geradkantig.
Damit die Bretter nicht mit dem Leim verkleben, habe ich sie mit transparentem Paketband beklebt; daran bleibt der Leim nicht haften.





Nun entfernt man die unteren Bretter und drückt mit den zwei Schraubzwingen den Rücken zusammen. 
Man ist gut beraten, den Leim über Nacht trockenen zu lassen.


So, nun hat man den gebundenen Buchblock. Kleinere Leimreste schnippt man man dem Cutter weg.

Die Buchdeckel

Für den Bucheinband schneidet man Papier zu. Etwa ab 220gr. Wer weiß, wie man die Laufrichtung ermittelt, lässt sie längs zum Buchrücken laufen. Oben und unten muss der Einband ein wenig überstehen.


Den Einband legt nam auf das Rillbrett und zieht mit dem Falzbein die Rille nach:


Kunststoff-Falzbeine sind hier nicht so gut geeignet (bitte ausprobieren).

Man klappt das Papier hoch, legt das Buch dazwischen, zeichnet den zweiten Falz vor und falzt.




Das sieht dann so aus. Passt! 


Vorsatzpapier


Nun macht man das Vorsatzpapier. Einfach A4 in der Mitte falzen. Man braucht ein gefalztes Papier vorne und eines hinten.

Nun muss es sehr fix gehen (ich habe den Leim hier viel zu dick aufgetragen, damit man ihn auf dem Foto sieht). Leim auf den Rücken auftragen, Leim auf den Umschlag auftragen (dort, wo der Rücken hinkommt plus ca. 5mm rechts und links).



Leimen
Vorsatzpapier an der Kante anlegen (beide müssen ja mit dem Buchrücken abschließen), jeweils noch einen schmalen Strich Leim drauf, den Buchblock reinhängen, alles fest zusammendrücken. Vor allem muss man kontrollieren, ob der Buchrücken richtig fest am Buchumschlag anliegt. 
Ich lege das dann alles zusammen in den Stapelschneider und klemme es da mit der Klemme für die Papiere fest.


.... warten



Dann schneidet man zuerst mit dem Stapelschneider die Seite des Buchs, die gegenüber vom Rücken befindet.

Einbandpapier
Nun wiederholt man das ganze Spielchen (falzen) mit dem Schutzumschlag: Falzen, Buchrücken drauflegen, markieren, erneut falzen. Der Schutzumschlag muss ungefähr folgende Maße haben:

Einklappteil (muss innen in das Buch - quasi die Klappe - 7-8cm hineinragen)
Umschlag zweimal ca. 14 cm =28 cm
Rücken je nach Buchstärke, z.B. 15 mm

Man kommt also auf ein Maß von 28+16+1,5 = 45-46 cm x 21 cm





Man legt den Umschlag um den Rücken, falzt die Klappen, so dass sie passen.
Dann leimt man den Umschlag am Rücken fest ... wieder warten, bis es trocken ist.

Nun ist alles fast fertig und man muss das Buch rundherum beschneiden. 


 


Dann sieht es so aus (gekaufte Papiere) oder so (alter Atlas)