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Samstag, 29. März 2014

Paula Modersohn-Becker


Passend zur Ausstellung in Bremen 2014 im PMB-Museum. 24 Seiten mit Aufgaben und Abbildungen.

Kann man aber - abgesehen vom Titel, den Bildeinlagen und der Kurzbio am Anfang auch für alle möglichen anderen Ausstellungen nutzen.

Vorgehen
Ich bilde meine Schüler immer zu kleinen Museumsscouts aus (weil ich diese offiziellen Führungen für Schülergruppen hasse). 
  • Sie bekommen immer alleine, zu zweit oder zu dritt die Aufgabe, die Ausstellung nach bestimmten Momenten vorzubereiten. 
  • Die Zuordnung der Themen zu den Gruppen nehmen die Schüler selber vor und tragen dann die Gruppen in mein Heft ein.
  • Sie schwirren dann aus, zeichnen, beantworten Fragen usw., je nach Ausstellung 20-30 Minuten.
  • Dann stellen sie ihre Ergebnisse der Klasse vor. Die Zuhörer ergänzen, stellen Fragen und machen ich Notizen.
Funktioniert nach meinen Erfahrungen sehr gut.

Grau als Farbe, Braun als Farbe - und das Itten-Modell


Spätestens seit es in den Farbnäpfen die Farbe Magenta gibt, weiß jeder Kunstlehrer, dass das Itten-Modell geschummelt ist. Und will man vor einer Klasse wirklich behaupten, Schwarz, Grau und Weiß seien keine Farben, obwohl sie in Tuben herumstehen?

Wolfgang Schöne (Über das Licht in der Malerei, 1953) schreibt dazu: "Sämtliche (...) bunten und unbunten Farben sollen (...) demnach zusammengesetzte oder Mischfarben sein. Was Farben wie Orange, Violett und so weiter anbelangt, leuchtet das ein. Schwieriger ist es schon bei Grau (...). Noch interessanter scheint mir das Braun zu sein."

Dann führt er genauer aus:
"Bei genauerem Hinsehen bemerken wir, dass die bekannte Ordnung der Farben im Farbenkreis und in den Farbenkörpern von Runge, Hering, Ostwald und anderen zwar manche praktischen und naturwissenschaftlichen Bedürfnisse befriedigt, nicht aber unser Verlangen nach einer Ordnung, welche unsere sinnliche Wahrnehmung und Vorstellung der Phänomene adäquat wiedergibt. Nur dieser empfindungsgemäßen Farbenordnung sollen die folgenden Bemerkungen zu dem im Grunde wohl unlösbaren Problem gelten.

Am leichtesten ist das Unbefriedigende der bekannten Farbenordnungen beim Farbenkreis einzusehen. Zunächst scheint ja die Darstellung der Buntfarben im Kreis gefühlsmäßig etwas sehr Befriedigendes zu haben. Aber sieht man naher zu, so bemerkt man, dass sie eine künstliche Verengung bedeutet, welche, wenn man ihr folgt, sogar dazu führen kann, nun auch umgekehrt die wirkliche Wahrnehmungsstruktur der Farbenwelt in solch künstlicher Verengung aufzufassen. Abgesehen davon, dass die Anordnung der Buntfarben auf der Peripherie eines Kreises, in dessen Mitte entweder der Weißpol oder der Schwarzpol vorzustellen ist, die verschiedenen spezifischen Helligkeiten der einzelnen Buntfarben außer Betracht läßt, zeigt sich folgendes: Teilt man die Reihe der Buntfarben, die sich  ja wie eine Schlange in den Schwanz beißt, also auf jeden Fall einen ,,Ring“ bildet, derart in zwölf gleiche Teile ein, dass die Änderung des Farbentons von Teil zu Teil dem Grade nach stets dieselbe ist, so erhält man zwölf Farbengruppen gleichen Farbtonabstandes. Aber diese zwölf Farbengruppen haben nun nicht die gleiche Ausdehnung, die zwölf Teile sind verschieden groß, was daran liegt, dass sich der Farbton im Gebiet von Blau und Grün viel langsamer ändert als in dem von Rot und Violett. Infolgedessen ergibt sich, wenn man nun diese zwölf gleichabständigen Farbtongruppen auf die Peripherie eines Kreises übertragt, oben mit Gelb beginnend und im Sinne des Uhrzeigers vorgehend, keine gleichmäßige Verteilung der Farben auf dem Kreise in der Weise, dass oben Gelb, unten Blau, rechts in der Mitte Rot und links in der Mitte Grün erscheinen, dass also die vier Farben, die innerhalb des Farbenrings an den Wendepunkten der Ähnlichkeitsrichtung liegen, den Kreis regelmäßig gliedern, sondern es zeigt sich folgendes Bild: auf dem rechten Halbkreis liegen sieben Farbgruppen (Gelb, Orange, Zinnober, Karmin, Purpur, Purpurviolett, Blauviolett), auf dem linken dagegen nur fünf (Ultramarin, Eisblau Grünblau Blaugrün, Grün, Gelbgrün/Grüngelb) oder auf dem oberen Halbkreis nur fünfeinhalb gegen sechseinhalb auf dem unteren. Das heißt aber: der Kreis ist, da er nach einer regelmäßigen Einteilung verlangt, nicht die adäquate Figur für die Ordnung der gesättigten Buntfarben. Ordnet man sie wie Ostwald und andere regelmäßig auf dem Kreise an, so kommen eben die verschieden großen Herrschaftsbereiche der einzelnen Farben nicht zu ihrem Recht."

Dabei beruft er sich auf Adolphe Bernays (aus den 30er Jahren), der dem Grau einen eigenen Stellenwert als Farbe zuordnet und folgendes Schema vorstellt:


Grau als eigener Farbwert


Einbindung des Braun als eigener Farbwert 


(Das Endprodukt kann ich bei Schöne nicht so genau erkennen, wie das gemeint ist - es ist nur eine s/w-Schemazeichnung- , aber ich vermute, richtig angelegt, sähe das etwa so aus - Braun und die bunten Farben nähern sich dem Grau an. 

Und das wäre eine schöne Mischübung für eine Klasse:
  • Jede bunte Farbe bekommt einen Streifen zugewiesen (Regenbogenfarben), die müssen die Schüler allmählich vergrauen lassen; die Streifen werden dann zusammen geklebt.
  • Darauf gelegt kommt diese braune Raute - auch ausgrauend.
  • Bleibt noch der Hintergrund aus Grau, Schwarz, Weiß.
  • Alles auf eine Pappe kleben uns ausstellen.



Mittwoch, 26. März 2014

Architekturlexikon


(bitte zusammenfügen - als Einzeldatei zu groß)

Eine PPT-Präsentation mit 5 Seiten Quiz. Insgesamt 144 Seiten zu den wichtigsten Begriffen in der Architektur - kann man natürlich erweitern, wie man will.
Ich arbeite hauptsächlich mit dem Quiz und passenden Hausaufgaben zur Vorbereitung.

Samstag, 22. März 2014

Seminarergebnisse - Farbe und Infomarkt


Aufwärmübung zur Farbe

Wie haben unsere Farbübungen begonnen mit der Übung "4 Farben" (Eine Welt der Vielfalt). Aufgaben war:
Sammeln Sie Redewendungen und Ausdrücke, in denen Ihre Farbe vorkommt.
Nicht gefragt sind Begriffe, die lediglich die Farbe kennzeichnen, wie schwarzer Tee
(Getränk), Gelbfilter (Fotografie), Rotbarsch (Fisch) oder weiße Bohnen (Essen) sondern
symbolische Begriffe wie blau machen (für nicht arbeiten) oder Grünschnabel oder Grüner

Daumen (für Besserwisser/guter Gärtner).


Die Ergebnisse werden bereits vorsortiert nach + und - (der Begriff ist positiv oder negativ gemeint - Maßstab ist hier "wie würde dieser Begriff in den Medien gebraucht?"
Este Ergebnisse auf den Karten, Ergänzungen anhand eines Duden-Auszugs zu den Farben. 

 

Donnerstag, 20. März 2014

Samstag, 15. März 2014

Anamorphosen, Tape Art, Fotografie


Eine schöne Idee, in Architektur Anamorphosen reinzustellen (da haben wir schon einen Beitrag, nämlich "Tape Art und Perspektive"). 
Der Künstler Felice Varini hat hier eine ganze Reihe von Ideen entwickelt, die man in abgesteckter Form und mit entwes Phantasie sicher sehr gut in der Schule umsetzen kann. 
Dazu benötigt man Tape, transparente Papiere und große Papierbögen, große Glasplatten, Fotoapparat. 

Kann man bei den Beispielen finden:
Typ 1: Wie oben vorgestellt, Tape Art.
Typ 2: Tapes "durch die Luft gezogen", ähnlich wie Typ 1.
Typ 3: Tapes auf Glas geliebt, hindurch fotografiert (kleinste Blende, hohe Schärfentiefe).
Typ 4: Durch eine Glasplatte fotografieren
Typ 5: Projektionen mit einem Beamer fotografieren
Typ 6: Alle Typen per Bildbearbeitung

Die Beispiele unten sprechen für sich. 
Eine methodische Anleitung ist unter Tape Art (s.o.) in diesem Blog zu finden.

Weitere Links
George Rousse
Felice Varini
Link (Sammelartikel)

Donnerstag, 13. März 2014

Selbstbildnisse - verschiedene Gestaltungsideen







Aspekte zum Thema für praktische Arbeiten 

  • Das Gesicht als Ausdruck von Emotionen gepaart mit Überlegungen zur persönlichen Attraktivität. Das kann man gut als Bilderreihe mit verschiedenen Gesichtsausdrücken anfertigen.

  • Überdeckte Identität - man schminkt sich z.B. wie ein Warhol-Bild und fotografiert sich dann.


Mittwoch, 12. März 2014

Museen in aller Welt

Museen aus aller Welt … wie sehen sie aus und was verbirgt sich darin?



Guggenheim Museum Bilbao/Spanien
Wie schon das Guggenheim in Abu Dhabi entwarf der Star-Architekt Frank Gehry auch dieses beeindruckende Gebäude (1993). Vier Jahre dauerten die Bauarbeiten. 
Fokus der Ausstellungen liegt auf der zeitgenössischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Interessant ist auch, dass pünktlich zum 10-jährigen Museumsjubiläum in 2007 schon der zehnmillionste Besucher empfangen wurde! Die kulturelle Bedeutung des Museums ist für die Stadt immens. Zudem hat es tausende von Arbeitsplätzen geschaffen. Somit entstand aufgrund dieser kulturellen Aufwertung der Stadt der Begriff des "Bilbao-Effekts". 


Cité de l'Océan et du Surf, Biarritz/Frankreich
Das ist tatsächlich ein Museum mit einer ganz eigenen Konstruktion. Der New Yorker Architekt Steven Holl und Solange Fabião aus Brasilien gestalteten dieses Kunstwerk. 
Was kann man Schöneres tun als Wellenreiten in Südfrankreich? Falls die Wetterbedingungen einmal nicht mitspielen, einfach das Cité de l'Océan et du Surf – Museum für Surfer und Nicht-Surfer besuchen! 


Sonntag, 9. März 2014

Fantastische Maschinen

Fantastische Maschinen;  viele Künstler haben sich mit dem Thema beschäftigt und interessante, innovative und auch bizarre Dinge erfunden, man denke nur an das Intonarumori der Futuristen.
Grund genug, sich im Kunstunterricht damit zu beschäftigen.



Jean Perdrizet u.a. 



Die Aufgabenstellung

Fantastische Maschinen und du bist der Erfinder, die Erfinderin! 
  • Erfinde eine neue, fantastische Maschine. Überlege dir, was mit der Maschine hergestellt werden soll (z. B. Gold, ein Zeugnis mit Traumnoten, Maschine zur Traumerfüllung, Maschine für Fußballfans (z. B. Produktion von Chips, Sessel, der bei jedem Tor hochschnellt, automatische Vuvuzela…; dies sind spontane Ideen; du kannst auch ganz andere „Produkte“ im Sinn haben…)
  • Erstelle eine Skizze mit Bleistift in deinem Kunstheft, mit der du dir über die Konstruktion und über die Bestandteile klar wirst: Die Maschine kann z. B. aus Rohren, Rädern, Leitungen, Rohren, Transportbändern, Filtern, Sieben, Mixern, Schornsteinen ….. bestehen. Überlege dir in diesem Zusammenhang, wie das Endergebnis zustande kommen könnte. Der Produktionsprozess kann ruhig ungewöhnlich sein. 
  • Achte bei der Konstruktion darauf, dass die einzelnen Schritte der Produktion für den Betrachter nachvollziehbar sind. 
  • Zeichne mit Bleistift die Maschine  auf ein Zeichenblockblatt DIN A3 (Zeichenmaterial: Blei- und Buntstifte). 
  • Arbeite formatfüllend.

Samstag, 8. März 2014

Seminarthema Referate und Filmanalyse - Materialien

Referate in der Schule


Wonach sollen Referate bewertet werden? 
Oben 1xausgefüllt; links weitere Items. 
Besonders interessant ist der Aspekt "Impulse" - mein hier Nachhaltigkeit im Sinne von "Interesse wecken" oder "gut behalten".


Ein besonders interessantes Poster für jahrgangsübergreifende Überlegungen. Ziel ist ein möglichst selbstständig agierender Schüler; das wird von Klasse 5 an vorbereitet. Man benötigt angemessene Hilfestellungen und Reduktionen der Schwierigkeitsgrade, bis man dorthin kommt,. hier nach Klassenstufen aufgeteilt


Welche Bausteine gibts? eine Aufstellung (da fehlt noch nach meiner Ansicht der Aspekt "guter Anschluss" - viele Schüler sagen hier immer so etwas wie "das wars" oder "mehr habe ich nicht".


Hier war die Fragestellung, was Schüler selbst leisten können. Und das sind die Ergebnisse. Das muss natürlich noch nach Klassenstufe angepasst werden, sonst ist das sinnlos.

Fazit: Wenn man diese vier Elemente miteinander kombiniert, hat man sehr schöne Ansatzpunkte für Referate und ihre Strukturen und vermeidet diese öden Wikipedia-Referate - einmal alle Künstler rauf und runter.

Nach der Filmanalyse und den dazugehörigen Referaten können wir noch strukturell ergänzen:

Essentiale für Schülerreferate
  • Gibt zuerst an, was deine Aufgabenstellung ist.
  • Ordne die Aspekte mindestens chronologisch; besser ist es, inhaltliche oder methodische Schwerpunkte zu setzen.
  • Veranschauliche deine Ergebnisse mindestens in einfache Aspekte wie 1., 2., 3. usw. unterteilt, besser  noch zusätzlich in Form einer anschaulichen Grafik/Illustration usw. So kannst du die Einzelergebnisse von Schwerpunkten abheben und vermeidest additive Strukturen.
  • Geh zum Schluss auf den Anfang zurück - die Aufgabenstellung - und kläre deine Leistung in diesem Zusammenhang ab (was konntest du klären, was nicht usw.)


Dazu gibts noch zwei Präsentationen - hier als PDF
a) Filmanalyse am Beispiel Eyes Wide Shut
b) Referate halten - strukturelle Überlegungen

Mittwoch, 5. März 2014

Architekturschule - der "Baukasten"


Malschulen kennen wir ja alle. Aber eine Architekturschule - das ist neu und die gibt´s in Bremen. Ähnlich wie bei den Malschulen bietet diese Institution verschiedene Kurse an, ich finde, ein interessantes Konzept. 
Außerdem bietet die Architekturschule Workshops zur Schulumgestaltung - eine Bauplanung - an und das mit Schülerbeteiligung; ein Verfahren, das ich bisher nur aus den Niederlanden kenne. Eine Menge interessanter Ideen und sicherlich auch ein bemerkenswertes Konzept.

Hier einige Beispiele:

(aus einer Selbstdarstellung)
Der BAUKASTEN – die Architekturschule Bremen für Kinder und Jugendliche ist Deutschlands erste Freizeiteinrichtung für Heranwachsene ab 6 Jahren, die Lust haben, sich ganz spielerisch und experimentell dem spannenden Feld der Architektur, der Stadtplanung und des Design zu widmen.
In altersgerechten Kurssystemen werden Architektur und Design und ihre Beziehung zu Form und Proportion, Material und Größe, Licht und Schatten, Farbe und Struktur thematisiert, aber auch gesellschaftsrelevante Fragen im Hinblick auf Ökologie, Umwelt und Technik aufgegriffen und sowohl spielerisch als auch experimentell umgesetzt.
Dabei entstehen wunderbare Werke und für jeden Einzelnen ganz persönliche Erfahrungen. In regelmäßigen Abständen bieten wir allen Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre innovativen Ergebnisse auch öffentlich zu präsentieren – in Eigenregie und in Zusammenarbeit mit erfahrenen Kulturschaffenden kreieren die Kinder und Jugendlichen ihre eigene Ausstellung, Präsentation oder Diskussionsrunde und werden dabei zu kleinen und großen Experten ihrer selbst gewählten Thematik.
Der BAUKASTEN konzipiert und führt darüber hinaus Workshops an Schulen, KiTas, Hort und Freizeiteinrichtungen durch.


Samstag, 1. März 2014

Architektur-Strukturen


Eine PPT-Präsentation zu Strukturen in der Architektur. 
Geeignet für Gruppenarbeit (je eine Gruppe ist zuständig für z.B. die Skyline - Erklärung ist auch dabei) und anschließende Präsentation.
Mache ich abschnittsweise - je ein Gebäude pro Stunde.
Insgesamt 37 Folien: 18 Seiten Einleitung und Erklärungen, der Rest sind Bildbeispiele (ratsam: immer auch Beispiele aus der eigenen Region nutzen).