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Freitag, 4. Oktober 2013

Fotoshop - F for Fake?

Nach der Bearbeitung ist vor der Bearbeitung

Welche Kundin kauft dieses hier?

Und welche Kundin kauft dieses hier?




Bildbearbeitung  ist seit mehreren Jahren und nicht nur seit Beginn der Digitalfotografie weit verbreitet. Gemeint ist die Veränderung von Pixelgrafiken bzw. Bitmap-Dateien mit dem Ziel der Verbesserung der gesamten Bildqualität.

Bei dieser Bildverbesserung werden hauptsächlich Störungen oder Fehler bei der Aufnahme korrigiert, wie zum Beispiel

  • Über- oder Unterbelichtungen, 
  • Kontrastschwächen, 
  • Farbstiche, 
  • Unschärfen oder 
  • fehlerhafte Flecken. 



Für diese Korrekturen bieten sogenannte Bildbearbeitungsprogramme verschiedene Möglichkeiten an. Die bewährteste und somit bekannteste Software ist hier Adobe Photoshop. Das Programm bietet Optimierungsmethoden wie z.B.

  • Tonwertkorrektur, 
  • Helligkeitskorrektur, 
  • Farbanpassung, 
  • Unschärfemaskierung oder auch 
  • Retuschewerkzeuge an. 
Die Aufmerksamkeit, die ein gutes Foto beim Betrachter erweckt, kann durch solche Optimierungen gesteigert werden, denn jedes Bild kommuniziert durch seine Gestaltung. Der Inhalt wirkt und erschließt sich erst durch seine formale Komposition. Daher muss der Bildbearbeiter geeignete Stil- und Gestaltungsmittel wählen, um die gewünschte Bildaussage zu fördern. Neben diesen Techniken zur Verbesserung der Bildqualität, zum Beispiel bei einer Unterbelichtung aufgrund von zu wenig vorhandenem Licht, können diese Maßnahmen auch zur Veränderung oder Verstärkung der ursprünglichen Bildaussage führen. Auf diese Weise findet eine Manipulation der originalen Bildeigenschaften statt.

Mainpulation
Der Begriff der Manipulation wird hier im eigentlichen Sinne der Handhabung, als Handgriff oder Kunstgriff und nicht als negativ konnotierter Begriff der gezielten und verdeckten Einflussnahme verstanden. Demgemäß kann eine Unterbelichtung behoben, aber dermaßen verstärkt werden, sodass die Bildaussage verändert dargestellt wird. Jede Bildeigenschaft steht für eine bestimmte Wirkung im Bild, die durch solche Maßnahmen geändert werden kann. So steht eine helle, bläuliche Färbung für Frische und Aktivität im Bild. Wenn man diesen Farbton verändert, beispielsweise in eine rötliche Tönung, entsteht ein wärmender, erregender Eindruck, der Kraft und Aufmerksamkeit verdeutlicht. Auf diese Weise wird die eigentliche Intention des Bildes verfälscht und bewusst manipuliert. Beispielsweise kann die Helligkeit eines Bildes entscheidend für den Bildeindruck sein, indem helle Bildpartien freundlich und offen wirken, während dunkle Partien, z.B. Schatten einen aggressiveren Eindruck hinterlassen. Dementsprechend stehen sich ein heller, sonniger Himmel und ein grauer Gewitterhimmel in ihrer Bedeutung gegenüber. Darüber hinaus kann die Bildaussage manipuliert werden durch das Hinzufügen oder das Entfernen von Objekten, die eindeutige (symbolische) Assoziationen hervorrufen und somit die ursprüngliche Bildaussage überlagern und verändern.

Hinführung zu den Arbeitsbögen und Aufgabenstellungen

  • eine selektive Farbkorrektur an dem Beispielbild (siehe oben)
  • die Schüler beschreiben die neu entstandene Bildaussage mithilfe ihrer Vorkenntnisse im Bereich der Bildoptimierung
  • Davon ausgehend wird die Aufgabenstellung in Form von drei verschiedenen Kundenaufträgen erklärt. In den Situationsbeschreibungen wird ein berufliches Szenario erläutert, indem die Schüler für Werbezwecke ein vorhandenes Bild mithilfe verschiedener Bildbearbeitungstechniken verändern sollen, um eine neue, beabsichtigte Bildaussage zu erreichen, die neue Kunden überzeugen sollen. Hier wird den Schülern erklärt, dass sie mithilfe der Photoshop-Bearbeitungstechniken eine Bildveränderungen vornehmen sollen, um nachher eine erneuerte, überzeugende Bildaussage vorzustellen, bei denen die anderen Schüler die ausgeführten Bearbeitungen aufdecken sollen. Dabei dürfen sie auf ihre Werkzeug- und Technik-Dokumentationen zurückgreifen.
Die dazugehörigen Arbeitsbögen





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